Der Köder
Eine Anzeige in sozialen Netzwerken oder ein Anruf verspricht hohe Renditen mit Aktien, CFD oder Devisen. Die Website wirkt professionell: Kurse in Echtzeit, Lizenz-Logos, Kundenstimmen – alles gefälscht.
Gefälschte Trading-Plattformen sind die häufigste Form des modernen Anlagebetrugs. Die gute Nachricht: Weil das Geld über Banken und Zahlungsdienstleister geflossen ist, gibt es fast immer Ansatzpunkte für die Rückholung – wenn schnell gehandelt wird.
Eine Anzeige in sozialen Netzwerken oder ein Anruf verspricht hohe Renditen mit Aktien, CFD oder Devisen. Die Website wirkt professionell: Kurse in Echtzeit, Lizenz-Logos, Kundenstimmen – alles gefälscht.
Es beginnt mit einem kleinen Betrag, meist 250 €. Das Dashboard zeigt sofort Gewinne. Ein persönlicher „Account-Manager“ meldet sich täglich und baut Vertrauen auf.
Mit jedem angeblichen Gewinn wächst der Druck, mehr einzuzahlen – oft fünf- bis sechsstellige Summen, teils per Fernzugriff auf Ihren Rechner (AnyDesk, TeamViewer) direkt vom Konto.
Wollen Sie Geld abheben, werden plötzlich „Steuern“, „Liquiditätsgebühren“ oder „Freigabekosten“ fällig. Jede Zahlung produziert nur neue Forderungen – der Kontostand im Dashboard war nie echt.
Irgendwann ist die Plattform offline, der „Account-Manager“ nicht mehr erreichbar. Genau jetzt zählt jede Woche: Konten der Hintermänner lassen sich nur sperren, solange dort noch Geld liegt.
Je mehr dieser Punkte zutreffen, desto wahrscheinlicher handelt es sich um Betrug – und desto wichtiger ist schnelles Handeln.
Die Täter sind oft schwer greifbar – die Wege Ihres Geldes sind es nicht. An diesen Punkten setzen wir an.
Wir identifizieren die Empfängerbanken jeder Überweisung und erwirken Kontosperrungen und Arreste – im In- und Ausland, bevor Gelder weiterverschoben werden.
Ihre eigene Bank und die Empfängerbank unterliegen Sorgfalts- und Warnpflichten. Wer offensichtliche Betrugsmuster durchwinkt, kann zum Schadensersatz verpflichtet sein.
Bei Kartenzahlungen prüfen wir Chargeback-Verfahren, bei SEPA-Überweisungen den Rückruf – beides mit engen Fristen, die wir für Sie wahren.
Über die Ermittlungsakte erhalten wir Kontodaten, Kontoinhaber und Mittelsmänner – die Grundlage für zivilrechtliche Klagen gegen greifbare Gegner.
Nicht zwingend. Entscheidend ist, ob auf den Empfängerkonten noch Guthaben liegt und ob Banken Pflichten verletzt haben. Je früher wir die Kette der Empfängerkonten rekonstruieren, desto größer die Chance auf Sicherung. Auch Wochen oder Monate später lohnt die Prüfung – etwa über die Haftung beteiligter Institute.
Nein – unter keinen Umständen. Seriöse Broker verrechnen Steuern und Gebühren mit dem Guthaben, sie verlangen nie Vorkasse für eine Auszahlung. Jede weitere Zahlung erhöht nur Ihren Schaden. Sichern Sie stattdessen alle Belege und lassen Sie die Zahlungswege prüfen.
Ja. Die Gesellschaften sind meist Briefkästen – das Geld ist über Konten geflossen, die sich identifizieren lassen. Wir arbeiten mit Partnerkanzleien in 14 Jurisdiktionen, darunter Zypern und Großbritannien, und setzen Ansprüche dort durch, wo Vermögen tatsächlich liegt.
Weitere Antworten finden Sie unter Häufige Fragen.
Kostenlose Ersteinschätzung binnen 48 Stunden – wir prüfen Zahlungswege, Fristen für Chargeback und die Haftung der beteiligten Banken.